Karte von NRW mit allen eingereichten Kommunen. Oben links Text mit 96 Kommunen, 3% Landesfläche und 26% Bevökerung

Dashboard Kommunale Wärmeplanung: 96 Kommunen haben eingereicht

Kalender Icon06.08.2026
Newspaper Icon Aktualisierung

Mit Datenstand zum 23. Juli 2026 haben 96 Kommunen in NRW ihre Wärmepläne beim LANUK eingereicht. Das entspricht insgesamt knapp 31% der Landesfläche und rund 26 % der Bevölkerung von NRW. Auf Grundlage der hinzugekommenen Wärmepläne haben wir auch unser Dashboard zur Kommunalen Wärmeplanung aktualisiert. Darin bereiten wir die Daten der eingereichten und vom Fachzentrum Klima NRW geprüften Pläne auf und aggregieren sie auf NRW-Ebene. Bei bestimmten Auswertungen wird auch eine kleinere Anzahl an Wärmeplänen als Grundlage genutzt. Dies ist zurückzuführen auf Datenlücken und in den entsprechenden Diagrammen im Dashboard kenntlich gemacht. 

Zum 30.06.2026 ist die erste Frist der Kommunalen Wärmeplanung abgelaufen, wonach Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnenden (EW) ihre Wärmeplanung abgeschlossen haben müssen. Bisher haben 10 von 30 Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnenden ihre Wärmepläne eingereicht, auf denen rund die Hälfte des in den Plänen angegebenen Endenergieverbrauchs zurückzuführen ist. Die Kommunen haben nach Beschluss im Rat drei Monate Zeit ihre Wärmepläne beim LANUK einzureichen. Entsprechend wird sich die Zahl der Kommunen über 100.000 EW in den nächsten Wochen und Monaten noch erhöhen.   

Die Top-3 der im jeweiligen Zieljahr genutzten Energieträger bei den Kommunen >100.000 EW, die bereits geprüft wurden, sind Luft, Strom und oberflächennahe Geothermie. Für die verplanten Wärmenetze setzt sich das Podium aus biogenem und nicht-biogenemen Abfall und Wasserstoff zusammen. 

Für die Auswertung der Energieträger wurden 29 der insgesamt 45 geprüften Wärmepläne berücksichtigt. Im Bestand machen fossile Energieträger den mit Abstand größten Teil des Endenergieverbrauchs aus. Insbesondere Erdgas (74 %) und Heizöl (14 %). 2045 wird die Wärmeversorgung letztendlich fast ausschließlich über anerkannte Energieträger nach Wärmeplanungsgesetz abgedeckt. Strom und Luft decken fast die Hälfte des gesamten Energiebedarfs. Wasserstoff, oberflächennahe Geothermie und feste Biomasse spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Verteilung zeigt insgesamt einen bunten Blumenstrauß an unterschiedlichen Wärmequellen, die für die Wärmeversorgung der Zukunft genutzt werden.

Besonders interessant ist die Auswertung des Potenzials. Also der Vergleich zwischen den in den Wärmeplänen genannten Potenzialen und dem Endenergieverbrauch im Zieljahr. Die Betrachtung der Potenzialausnutzung zeigt eine Diskrepanz zwischen dem ermittelten Potenzial erneuerbarer Ressourcen und den Mengen, welche für diese Energieträger im Zieljahr verplant worden sind. So wird Solarthermie, trotz der hohen Verfügbarkeit in den Zielszenarien nur in geringem Maße verwendet. Die Ausnutzung des Potenzials durch Oberflächengewässer sowie oberflächennahe und tiefe Geothermie ist ebenfalls gering. Eine Überdeckung der lokal ermittelten Potenziale zeigt sich unter anderem bei dem Energieträger Abfall (biogen und nicht-biogen), der festen Biomasse, Biomethan sowie bei Wasserstoff und Wasserstoffderivaten. 

Mehr Auswertungen der eingereichten Wärmepläne finden sich im Dashboard zur Kommunalen Wärmeplanung.

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