Energieatlas-Newsletter 063 - 2026.04
Liebe Leserinnen und Leser,
endlich ist er online: unser Energieatlas NRW präsentiert sich in einem neuen Gewand. Verbesserte Orientierung, moderneres Design und neue Inhalte - all das bietet der neue Energieatlas. Herzstück des Upgrades ist eine gemeinsame Kartenanwendung, die bisher getrennte Themenangebote bündelt. Damit wird der Zugang zu Karten und Daten zur Energiewende in Nordrhein-Westfalen noch einfacher und übersichtlicher.
Wir haben uns sehr gefreut am 26.03.2026 in einer digitalen Veranstaltung, das neue Layout, die neue Kartenanwendungen und das überarbeitet Monitoring vorzustellen. Vielen Dank an alle die mit uns die Veröffentlichung gefeiert haben.
Ein großer Dank geht auch an den Landesbetrieb IT.NRW für die technische Umsetzung, sowie an die Design- und Kommunikationsagentur Liniezwei für die Unterstützung bei der Erstellung des Layouts vom neuen Energieatlas.
Wie Sie sehen präsentiert sich auch der Energieatlas-Newsletter gänzlich neu. Aber unsere verschiedenen Rubriken bleiben erhalten und auch die Inhalte werden wie gewohnt in Zukunft monatlich weitergehen. In dieser Ausgabe wollen wir aber einen Fokus auf die Neuerungen im Energieatlas setzen.
Sollten Sie Anmerkungen, Fragen oder Feedback geben wollen, nutzen Sie entweder unser Kontaktformular oder die Feedback-Funktion im Energieatlas. Sie können uns auch eine Email schreiben an energieatlas@lanuk.nrw.de. Wir freuen uns über alle Nachrichten!
An dieser Stelle wünschen wir Ihnen wie immer eine schöne Lektüre,
Ihr Energieatlas-Team
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Rückblick
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Einblick
- Energieatlas Spotlight: Was ist neu?
- Monitoring – Neue Struktur, mehr Daten, mehr Flexibilität
- Entwicklung der Elektromobilität in NRW
- Energiekarten: Ein Einblick in die Funktionen
- Nettostromverbrauch auf Gemeindeebene angepasst - Neue Methode
- Strommarktmonitoring: Strom- und Gaspreise in aktuellen Krisen
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Rundblick
- Wir suchen Verstärkung für unser Team! 2 neue Stellenausschreibungen im Bereich Klimaanpassung
- Heizkeller der Zukunft: Die landesweiten Aktionstage in NRW für klimafreundliches Heizen starten!
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Ausblick
Rückblick
Das LANUK modernisiert den Energieatlas NRW
Der Energieatlas NRW steht ab sofort in modernisierter Form zur Verfügung und bietet einen erleichterten Zugang zu Karten und Daten zur Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Zentraler Baustein ist eine gemeinsame Kartenanwendung, die bisher getrennte Themenangebote bündelt und somit Recherche und Einordnung deutlich vereinfacht. Eine klarere Navigation, ein responsives Layout und eine modernisierte Datenhaltung verbessern zusätzlich die Orientierung und die Aktualität der bereitgestellten Informationen. Trotz der umfassenden Modernisierung bleiben zentrale Inhalte und vertraute Elemente des Energieatlas erhalten. Darüber hinaus gibt es aber auch gänzlich neue Inhalte und Daten.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Was wir aktuell erleben, ist ein Krieg um fossile Energie. Die Welt brennt, weil sie abhängig ist vom Verbrennen von Öl und Gas. Um Sonne und Wind wurde noch nie Krieg geführt – die Erneuerbaren sind Freiheits- und Friedensenergien. In Nordrhein-Westfalen treiben wir die Energiewende deshalb entschlossen voran, stärken unsere Resilienz und werden unabhängiger von Öl und Gas. Mit dem neuen Energieatlas leisten wir dazu ganz praktische Hilfestellung, sorgen für Transparenz und liefern verlässliche Daten für Kommunen und Unternehmen. Das erleichtert Planung, Umsetzung und Investitionen vor Ort – so profitieren wir alle von bezahlbarer, sicherer und sauberer Energie.“
Für Elke Reichert, Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK), ist die stetige Modernisierung der Datenplattformen sowie deren Erweiterung um neue Informationen ein zentraler Punkt, um die Umsetzung der Energiewende bestmöglich zu unterstützen. „In seiner neuen Form ist der Energieatlas NRW der zentrale Einstieg in Fachinformationen zur Energiewende. Unser Fachzentrum Klima NRW bündelt hier alle Grundlagendaten, bereitet sie konsistent auf und stellt sie für Praxis, Planung und Öffentlichkeit verlässlich bereit. Die gebündelte Kartenanwendung und die modernisierte Datenhaltung sorgen dafür, dass Informationen schneller gefunden, belastbar ausgewertet und somit für die Umsetzung von Maßnahmen genutzt werden können.“
Das LANUK hat den Energieatlas NRW gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen technisch und gestalterisch überarbeitet. Die inhaltliche Umsetzung des Redesigns wurde vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) übernommen.
Einblick
Energieatlas Spotlight: Was ist neu?
Der Energieatlas NRW präsentiert sich nach dem Redesign in einem modernen, übersichtlichen Format und bietet Nutzenden jetzt noch mehr Inhalte, Funktionen und Verbesserungen. Ziel der Überarbeitung ist es, den Zugang zu Energiedaten, Karten und Fachanwendungen deutlich einfacher und effizienter zu machen.
Ein zentrales Element ist die gemeinsame Kartenanwendung, in der die bisher getrennten Einzelkarten gebündelt wurden. Dadurch lassen sich Themenebenen in einer Oberfläche kombinieren und Inhalte wie Solarkataster, Wärmekataster, Stromkarten, Transparenzplattform und Windenergieplanung schneller miteinander vergleichen und aufrufen. Gleichzeitig wurde die Navigation vereinfacht: Klare Menüs und verständliche Bezeichnungen erleichtern die Recherche und den Einstieg – auch für Personen, die den Energieatlas bislang selten oder noch gar nicht genutzt haben.
Auch technisch und visuell wurde die Plattform weiterentwickelt. Das responsive Design sorgt dafür, dass sich die Inhalte am PC ebenso wie auf mobilen Endgeräten komfortabel nutzen lassen. Ein Monitoring-Ticker auf der Startseite bündelt aktuelle Kennzahlen aus den Energiedaten, dem Windenergiemonitoring und dem Strommarktmonitoring. Zudem wurde die Datenhaltung modernisiert, sodass Daten künftig effizienter aktualisiert und konsistenter bereitgestellt werden können. Das stärkt die Verlässlichkeit und Aktualität der Datengrundlagen für Auswertungen und Entscheidungen.
Inhaltlich wurden ebenfalls wichtige Erweiterungen umgesetzt. Die Energieträger aus dem Marktstammdatenregister (MaStR) sind nun mit den Angaben zum Status genehmigt, in Betrieb und stillgelegt verfügbar, für die Windenergie kommt zusätzlich der Status „im Antragsverfahren“ hinzu. Dazu wurden in den Karten für alle Energieträger aus dem MaStR und für einige weitere Zeitreihen für alle Verwaltungsebenen aufbereitet: Sie reichen – je nach Datenverfügbarkeit – bis 1990 zurück, stehen für jeden Status zur Verfügung und können sowohl als Bestand zum Jahresende als auch als „Ereignis im Jahr“ dargestellt werden. Sie können über einen Zeitstrahl am unteren Rand der Karte abgerufen werden. Eine monatliche Aktualisierung sorgt dabei für einen aktuellen Datenstand.
Darüber hinaus wurden neue Inhalte aufgenommen: Stromspeicher werden nun mit Zeitreihen in den Stromkarten dargestellt, und auch das Thema Mobilität ist in den Energiedaten neu berücksichtigt. Ergänzt wird das Angebot durch weitere Funktionen und Bereiche, darunter der Ticker auf der Startseite, der Windertragsrechner mit Anlagenvergleich und Windpark sowie ein Dashboard zur Kommunalen Wärmeplanung.
Monitoring – Neue Struktur, mehr Daten, mehr Flexibilität
Das Monitoring im Energieatlas NRW wurde umfassend überarbeitet und inhaltlich deutlich ausgebaut. Aus ehemals 337 Zeitreihen sind inzwischen 462 Diagramme geworden. Damit steht Nutzenden ein noch breiteres und flexibleres Angebot für die Auswertung von Energiedaten, Entwicklungen und Vergleichen zur Verfügung.
Das Monitoring ist jetzt in drei eigenständige Bereiche gegliedert: Energiedaten NRW, Windenergiemonitoring und Strommarktmonitoring. Die Windenergie ist dabei nicht mehr in die Energiedaten integriert, sondern als eigenes Monitoring abgebildet. Mehrere Übersichtsebenen erleichtern die Orientierung und helfen dabei, schneller zu den gewünschten Inhalten zu gelangen. Zugleich wurde die technische Struktur so geöffnet, dass künftig weitere Diagramme ergänzt werden können, ohne dass die Darstellung begrenzt ist.
Auch inhaltlich wurde das Angebot erweitert. Neu hinzugekommen sind Mobilitätsdaten, darunter unter anderem Neuzulassungen nach Antriebsart und Fahrzeugart, die TOP 5 der neuzugelassenen E-PKW, Bundesländervergleiche, internationale Vergleiche sowie Bundesländervergleiche zu Ladesäulen. Darüber hinaus sind nun auch verschiedene Verwaltungsebenen wie Planungsregionen und Regierungsbezirke als eigene Diagramme direkt anklickbar. Für eine bessere Übersicht können Diagramme zudem im Grid angezeigt werden, also zwei Darstellungen nebeneinander.
Monatliche Datenaktualisierung:
Wie gewohnt berichten wir hier im Newsletter über die monatlichen Aktualisierungen in unserem Monitoringbereich. Datenstand ist der 08.04.2026.
Die aktuellen Daten zeigen im Bereich Photovoltaik, dass nach Abzug der Stilllegungen eine installierte Leistung von 379 Megawatt in 2026 hinzugekommen ist. Insgesamt ist eine Leistung von 14.724 MW in NRW installiert, wovon sich 13.174 MW auf bauliche Anlagen, 1.282 auf Anlagen in der freien Fläche und 268 MW auf Steckersolaranlagen verteilen.
Im Jahr 2026 sind bereits 59 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 332 MW in Betrieb genommen worden. Darüber hinaus konnten im selben Zeitraum 147 Genehmigungen mit einer summierten Leistung von 934 MW in NRW erteilt werden.
Entwicklung der Elektromobilität in NRW
Mit den neuen Diagrammen zur Mobilität in den Energiedaten lässt sich die Entwicklung der Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen nachvollziehen. Im Bestand zeigt sich, dass mit Datenstand Ende 2025 rund 12,7 Mio. Kraftfahrzeuge (KFZ) in Nordrhein-Westfalen zugelassen waren. Bei ca. 423.000 Elektrofahrzeugen, entspricht das einem Anteil der Elektromobilität am gesamten Bestand von rund 3,46 %. Im Vergleich: der Anteil in Deutschland von elektrisch betriebenen Fahrzeugen am Gesamtbestand liegt bei 2,96 %. Mit den rund 423.000 Fahrzeugen macht NRW 20,8 % des Bestandes an zugelassenen Fahrzeugen von Deutschland aus. Im Bereich der Personenkraftfahrzeuge (PKW) sind die meisten Fahrezeuge gemeldet, insgesamt 10,6 Mio. bei ca. 366.000 Elektro-PKWS.
Im Falle der Neuzulassungen ergibt sich ein anderes Bild: In 2026 wurden mit Datenstand zum 23.04.2026 insgesamt 137.103 PKWs in Nordrhein-Westfalen neu zugelassen. Elektro-PKWs machen hier mit 33.216 die zweitgrößte Antriebsart der Neuzulassungen aus, hinter Hybrid-PKWs ohne Plug-in (38.574). Insbesondere im März diesen Jahres wurden mit einer Anzahl von 14.842 mehr Elektro-PKWs neu zugelassen, mehr als im gesamten Jahr 2019.
Auch wenn der fossile Anteil der Neuzulassungen nach wie vor hoch ist, nimmt der Anteil an Elektromobilität stetig zu. Waren es noch 2010 im Bestand noch 341 zugelassene Elektro-PKWs, wurde in 2019 die 10.000er Marke geknackt bei einem Anteil von 0,14 % am Bestand der PKWs. Insbesondere ab 2022 hat der Zuwachs an Fahrt aufgenommen, seitdem konnten pro Jahr mindestens 60.000 neue E-Autos mehr gezählt werden. Der Peak war in 2023 mit 90.796 weiteren zugelassenen Elektro-PKWs im Vergleich zum Vorjahr. Und der Trend setzt sich fort: in 2026 sind rund 24 % der neu zugelassenen PKWs elektrisch angetrieben.
Mehr Auswertungen finden Sie in den Energiedaten NRW im Bereich Mobilität.
Energiekarten: Ein Einblick in die Funktionen
Ein zentrales Element unseres Redesign ist die gemeinsame Kartenanwendung, in der die bisher getrennten Einzelkarten gebündelt wurden. Dadurch lassen sich Themen in einer Oberfläche kombinieren und Inhalte wie Solarkataster, Wärmekataster, Stromkarten, Transparenzplattform und Windenergieplanung schneller miteinander vergleichen und aufrufen. Gleichzeitig wurde die Navigation vereinfacht: Klare Menüs und verständliche Bezeichnungen erleichtern die Recherche und den Einstieg – auch für Personen, die den Energieatlas bislang selten oder noch gar nicht genutzt haben. Natürlich finden Sie auch wieder Informationen zum Thema und der ausgewählten Karte sowie die Möglichkeit verschiedene Verwaltungsebenen auszuwählen.
Besonderes neues Highlight: Die Zeitauswahl. Über die Zeitauswahl lassen sich die Daten ab dem 01.01.1990 bis zum letzten ausgewerteten Monat des aktuellen Jahres abrufen. Der Bestand zeigt den Ausbaustand am Ende einer Zeitperiode, das Ereignis die Genehmigungen, Inbetriebnahmen oder Stilllegungen in einem gewählten Jahr. Es werden nur Daten angezeigt, wenn für die ausgewählte Zeitperiode Daten vorliegen. Gab es zum Beispiel keine Genehmigungen im Jahr 2000, werden für dieses Jahr keine Daten angezeigt.
Sie wollen sich in der Kartenanwendung zurecht finden? Besuchen Sie unsere Seite "Energieatlas erklärt" hier finden Sie nützliche Tipps zum Umgang mit der Kartenanwendung, dem Monitoring und unseren Energierechnern. Auch als PDF-Anleitungen. Neben der PDF-Anleitung wird es in Zukunft auch wieder Erklärvideos geben. Wenn diese online sind, berichten wir in diesem Newsletter.
Nettostromverbrauch auf Gemeindeebene angepasst - Neue Methode
Der Nettostromverbrauch (NSV) auf Gemeindeebene ist eine zentrale Kennzahl im Energieatlas NRW, welche zugleich als Berechnungsgrundlage für den Anteil der Erneuerbaren Energien (EE) der Gemeinden genutzt wird. Der Nettostromverbrauch ist in der Themenkarte Stromkarten zu finden. Trotz dieser Rolle lag die Statistik bis dato nur als sehr grobe Annäherung vor, da der tatsächliche NSV auf Gemeindeebene wird nicht flächendeckend erhoben wird. Darum muss der Anteil der EE am Brutto- oder Nettostromverbrauch berechnet werden. Dies erfolgte im „alten“ Energieatlas auf Basis einer einfachen Methodik, die den Bruttostromverbrauch anhand der Einwohnendenzahlen auf die jeweilige Verwaltungseinheit heruntergebrochen hat.
Im Folgenden Für den „neuen“ Energieatlas wurde eine verbesserte Berechnungsgrundlage für den Nettostromverbrauch erarbeitet, welche sich an der Methodik des Energieatlas-Bayern orientiert. Mit der neuen Berechnungsmethode konnte die Qualität der Statistik verbessert werden, es ergeben sich nun realitätsnähere Stromverbräuche für die Städte und Gemeinden in NRW. Nichtsdestotrotz handelt es sich weiterhin um einen rein rechnerisch ermittelten Wert, welcher auf öffentlich zugänglich Daten und teilweise auf Prognosen basiert. Mangels tatsächlich erhobener Nettostromverbräuche auf Gemeindeebene ist eine genauere Angabe nicht möglich.
Der Nettostromverbrauch wird nun getrennt nach den drei Sektoren: Haushalte (HH), Industrie (I) und Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) für jede Gemeinde berechnet und im Anschluss zu einem Gesamtwert summiert. Die neue Methodik zieht ihren Mehrwert aus einer breiteren Datenbasis. Es werden zum einen die Nettostromverbräuche aus der Energiebilanz vom Länderarbeitskreis verwendet, anhand derer, mithilfe eines hauseigenen Verfahrens, Prognosewerte für aktuellere Jahre erzeugt werden. Zusätzlich wird auf die Industrieenergieverbräuche der Kreise (einschließlich kreisfreier Städte), die von der Landesdatenbank veröffentlicht werden, zurückgegriffen. Für eine Verteilung auf die Gemeinden werden des Weiteren die Bevölkerungszahlen sowie die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, nach Wirtschaftsbereich, der jeweiligen Gemeinden herangezogen.
Die neue Methode liefert signifikant abweichende Werte im vergleich zur alten Methode. Während die Gesamtsumme des NSV für ganz NRW in beiden Methoden gleich bleibt, ändert sich die Verteilung auf die Gemeinden. Der Sektor Industrie macht in NRW mit knapp 48% den größten Anteil am Nettostromverbrauch aus. Infolgedessen hat die Umstellung auf die Industrie-Nettostromverbräuche der Kreise einen großen Effekt auf das Gesamtergebnis, insbesondere in Städten mit viel Industrie. So wurde der Stromverbrauch beispielsweise von Duisburg deutlich unterschätzt und von Kommunen mit weniger Industrie überschätzt.
Mehr zur Methode und eine Einordnung finden Sie im Methodikbericht:
Berechnung des Nettostromverbrauchs auf Gemeindeebene: Methodik und Ergebnisse
Strommarktmonitoring: Strom- und Gaspreise in aktuellen Krisen
An den Tankstellen wurden Autofahrer:innen bereits kurz nach Beginn des Krieges im Iran mit dessen wirtschaftlichen Auswirkungen konfrontiert. Der Ölpreis an den Märkten war mit Start des Konfliktes am 28. Februar und der Schließung der Straße von Hormus schnell in die Höhe gegangen, was sich wiederum bei den Spritpreisen deutlich bemerkbar machte. Aber wie entwickelten sich im März die Preise für Strom und Gas an den europäischen Märkten? Darauf wollen wir in diesem Einblick in das Strommarktmonitoring einmal genauer schauen.
Nachdem die Gaspreise an der europäischen Energiebörse (EEX Spot) Ende Januar mit bis zu 43 Euro pro Megawattstunde (€/MWh) (Gebotszone Deutschland) im Tagesmittel bis dahin den Höhepunkt im Winter 2025/2026 markiert hatten, sanken sie bis zum 27. Februar stetig auf unter 33 €/MWh. Nach Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar kam es jedoch schnell zu einem deutlichen Anstieg. Mit der Schließung der Straße von Hormus am 2. März wurde der stärkste Preisanstieg verzeichnet. Der Gaspreis stieg innerhalb eines Tages von rund 43 €/MWh auf 56 €/MWh. Das hohe Preisniveau hielt sich auch im weiteren Verlauf des Monats und erreichte seinen Höchstwert am 19. März mit durchschnittlich mehr als 65 €/MWh. Zuletzt wurde Gas zu solchen Werten im Januar 2023 an der europäischen Energiebörse gehandelt.
Strom- und Gaspreise entwickeln sich in der Regel sehr ähnlich. Im März konnte für den Strompreis (Gebotszone Deutschland/Luxemburg) jedoch kein so deutlicher Anstieg festgestellt werden. Das liegt auch daran, dass hier noch mehr Faktoren zum Tragen kommen, wie beispielsweise die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und die Verteilung der Kosten auf mehrere Energieträger. Nichtsdestotrotz konnte gerade zu Beginn des Monats März ein leichter Anstieg des Strompreises verzeichnet werden. Die sehr sonnige Witterung sorgte allerdings auch für eine hohe Stromerzeugung durch Photovoltaik. Dadurch konnte in den Mittagsstunden die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern deutlich zurückgefahren werden, was sich wiederum in einem niedrigeren Strompreis widerspiegelte.
Gerade in den Morgen- und Abendstunden, in denen es typischerweise zu den höchsten Nettostromverbräuchen kommt, wurde jedoch weiterhin ein sehr hoher Anteil des Stroms aus konventionellen Energien gewonnen. Das führte dazu, dass sich zu diesen Zeiten besonders hohe Preisspitzen für Strom an den Märkten zeigten. Es ist wahrscheinlich, dass diese durch hohe Marktpreise für Gas und Öl verstärkt wurden. So konnten ab Anfang März deutlich größere Amplituden zwischen Tageshöchst- und Tagestiefstwert festgestellt werden. Insgesamt sind die Auswirkungen des Krieges beim Gaspreis jedoch deutlicher spürbar und führten vor allem im März zu Preisanstiegen von über 100 % im Vergleich zum Februar.
Rundblick
Wir suchen Verstärkung für unser Team! 2 neue Stellenausschreibungen im Bereich Klimaanpassung
Das Fachzentrum Klimaanpassung, Klimaschutz, Wärme und Erneuerbare Energien des LANUK sucht zwei neue Mitarbeitenden für unser Team "Klimaatlas und Kommunalberatung Klimafolgenanpassung". Bewerbungsende ist der 04.05.2026 für die beiden Stellen:
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Klima- und Regionalmanager/in (w/m/d)
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Geowissenschaftler/in, Data Scientist (w/m/d)
Klima- und Regionalmanager/in (w/m/d)
Die Stelle ist befristet bis zum 30.06.2030 und startet zum 01.07.2026 bei uns in Essen. Als Klima- und Regionalmanager*in gehört es zu Ihren Aufgaben Leitfäden und Lesehilfen zur Einordnung von Klimarisiken und die kommunale Betroffenheit in verschiedenen Handlungsfeldern oder Themen abzuleiten. Sie beraten und unterstützen Kommunen bei der Erstellung von Klimaanpassungskonzepten und bei dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung der Kommunen untereinander. Ebenso das Monitoring der Konzepterstellung (Abdeckung in NRW), Aufbereitung der Daten für den Klimaatlas NRW (Konzepte vor Ort) und Unterstützung des MUNV bei der Berichterstattung an den Bund ist Teil Ihres Aufgabenspektrums. Zusätzlich kümmern Sie sich um die Fachkommunikation, Schulung und Verbreitung des Daten- und Beratungsangebots.
Mehr Informationen zum ausgeschriebenen Profil, der Entgeltgruppe und den einzureichenden Bewerbungsunterlagen finden Sie in der Stellenausschreibung: Klima- und Regionalmanager/in
Geowissenschaftler/in, Data Scientist (w/m/d)
Die Stelle ist befristet bis zum 30.06.2030 und startet zum 01.07.2026 bei uns in Essen. Als Geowissenschaftler*in / Data Scientist gehört es zu Ihren Aufgaben Leitfäden und Lesehilfen zur Einordnung von Klimarisiken und die kommunale Betroffenheit in verschiedenen Handlungsfeldern oder Themen abzuleiten. Sie erstellen Klimadatenpakete, die Kommunen zur Konzepterstellung/Abschätzung der Klimaentwicklung und Klimafolgen zur Verfügung gestellt werden. Sie beraten und unterstützen Kommunen bei der Verwendung der Daten des Klimaatlas. Zusätzlich ist die Pflege und Weiterentwicklung des Klimaatlas NRW hinsichtlich der Datenangebote zur Erstellung von Klimaanpassungskonzeptees Ihrer Aufgabengebiete. Darüberhinaus kümmern Sie sich um die Fachkommunikation, Schulung und Verbreitung des Daten- und Beratungsangebots.
Mehr Informationen zum ausgeschriebenen Profil, der Entgeltgruppe und den einzureichenden Bewerbungsunterlagen finden Sie in der Stellenausschreibung: Geowissenschaftler/in, Data Scientist
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Heizkeller der Zukunft: Die landesweiten Aktionstage in NRW für klimafreundliches Heizen starten!
Neue Heizung? Viele Menschen, die ein eigenes Haus haben spielen mit dem Gedanken - aber welche Technik soll es sein? Was kostet der Wechsel – und lohnt sich der überhaupt? Antworten auf diese Fragen gibt es in Nordrhein-Westfalen direkt „vor der Haustür“: Bei den vom Land NRW initiierten Aktionstagen „Heizkeller der Zukunft" können sich Interessierte kostenlos und unverbindlich informieren – und das verständlich, ganz ohne komplizierte Fachbegriffe.
An 16 Standorten in ganz NRW öffnen sich die Türen zu praktischen Infos rund ums Heizen. Vor Ort erfahren Interessierte, welche Heizung zu ihrem Haus passt, welche Fördermittel es gibt und wie der Umstieg konkret ablaufen kann. Das Öko-Zentrum NRW setzt die Aktionstage um, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Handwerk, Energieberatung und Verbraucherschutz, aber auch aus der Kommune und von Heizungsherstellern. Hier werden alle Fragen beantwortet, verständlich und auf den Punkt.
Die ersten acht Info-Veranstaltungen zum „Heizkeller der Zukunft“ finden im Mai und Juni in Köln, Emsdetten, Rheinberg, Herford, Arnsberg, Essen, Legden und im Kreis Düren statt. Eine zweite Runde von Aktionstagen wird nach den Sommerferien – im September und Oktober – stattfinden und ebenfalls acht Orte umfassen. Alle Termine und weitere Information sind auf der Website der Aktionstage unter www.heizkeller-der-zukunft.nrw zu finden.
Die Initiative ist Teil eines breiten Bündnisses aus Land, Handwerk, Industrie, Energieberatung und Verbraucherschutz, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Wärmewende alltagstauglich zu machen. Die 16 Aktionstage sind ein zentraler Beitrag des Landes aus der Gesamt-Initiative „Heizkeller der Zukunft“. Wer eine neue Heizung plant, findet beim Aktionstag Orientierung, von der Technik bis zur Finanzierung.
Zu ausgewählten Terminen wird das Fachzentrum Klima NRW Teil der Veranstaltungsreihe sein. Denn mit im Juni erscheinenden Gebäuderechner NRW (www.gebaeuderechner.nrw.de) wollen wir die Lücke zwischen ersten Überlegungen zum Heizungstausch und dem Weg zum Energieberater schließen.
Ausblick
Kongress Erneuerbare Energien 2026 der NRW.Energy4Climate
Im diesen Jahr findet der Kongress Erneurbare Energien der NRW.Energy4Climate am 9. Juli im EUREF Campus in Düsseldorf statt.
Wie funktioniert der Erneuerbaren-Ausbau im viel erwarteten neuen Fördersystem? Diese Frage wird im Zentrum unseres diesjährigen Kongresses Erneuerbare Energien stehen.
In vielfältigen Diskussionsrunden, Fachbeiträgen von und mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft schauen wir auf die neuen Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren und lassen uns von praktischen Einblicken in die Genese umgesetzter Projekte inspirieren.
Auch wir als Fachzentrum Klima NRW werden wieder zusammen mit unserem Bildschirm vor Ort sein. An unserem Stand können Sie die Daten zu Erneurbaren Energien für NRW im Energieatlas interaktiv einsehen.
Save the Date: Kommunalkongress NRW am 10.09.2026
Die NRW.Energy4Climate und das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW laden zum diesjährigen Kommunalkongress NRW ein. In diesem Jahr setzen wir einen starken Fokus auf die kommunale Praxis und die Fragen, wie Klimaschutzmaßnahmen strategisch umgesetzt, gut priorisiert und digital nachgehalten werden können. In verschiedenen Formaten haben Sie vielfältige Möglichkeiten zum Netzwerken, zum Weiterbilden und um Pläne zu schmieden.
Auch das Fachzentrum Klima NRW wird wieder in der Stadthalle Wuppertal dabei sein. Dort werden wir an unserem interaktiven Bildschirm den Energieatlas NRW und dann auch schon den Gebäuderechner NRW zeigen können.