300m Puffer um Naturschutzgebiete

Beschreibung des Inhalts

Der Kartenlayer zeigt einen 300m breiten Puffer um die in NRW festgelegten Naturschutzgebiete. Dieser wurde im Rahmen der Potenzialstudie Windenergie zur Berechnung des NRW-weiten Potenzials erzeugt.

Wegen ihrer besonderen Schutzbedürftigkeit kommen Naturschutzgebiete regelmäßig als sogenannte harte Tabuzonen (i. S. BVerwG, Urt. v. 11.04.2013 – 4 CN 2.12; OVG NRW, Urt. v. 01.07.2013 – 2 D 46/12.NE) nicht als Standorte für Windenergieanlagen in Betracht (vgl. Karte Naturschutzgebiete). Abstände zwischen europäischen Vogelschutzgebieten und dem nächstgelegenen Punkt der Rotorflächen (Rotorblattspitze) der Windenergieanlage als Pufferzone sind in Abhängigkeit vom Schutzzweck und den Erhaltungszielen des Gebietes einzelfallbezogen festzulegen (vgl. WEE 8.2.2.2). 

Sofern ein Naturschutzgebiet dem Schutz von windenergieempfindlichen Fledermausarten oder windenergieempfindlichen europäischen Vogelarten dient, ist aus Vorsorgegründen in der Regel eine Pufferzone von 300 m naturschutzfachlich begründet. Im Einzelfall kann in Abhängigkeit vom Schutzzweck und den Erhaltungszielen des Gebiets ein niedriger oder höherer Abstandswert festgesetzt werden. Ein höherer Schutzabstand kann z.B. dann der Fall sein, wenn die Erhaltungsziele oder der Schutzzweck windenergiesensible Arten beinhalten. Auf eine Pufferzone kann möglicherweise im Einzelfall dann verzichtet werden, wenn das Gebiet ausschließlich dem Schutz eines bestimmten Lebensraumtyps gilt.

Die Erhaltungsziele und der Schutzzweck der einzelnen Gebiete waren im Rahmen der landesweiten Potenzialstudie Windenergie nicht überprüfbar. Für die Naturschutzgebiete wurde in der Potenzialstudie Windenergie pauschal unterstellt, dass diese i. d. R. dem Schutz windenergieempfindlicher Tierarten dienen. Daher wurde eine Pufferzone von 300 m als Einzelfallprüfungsbereich betrachtet. Auf regionaler und kommunaler Ebene ist diese verallgemeinernde Annahme auf Grundlage der jeweiligen Schutzgebiete, deren Erhaltungszielen und dem Schutzzweck jedoch zu konkretisieren und die Schutzabstände ggf. anzupassen.

Details

Stand der Daten

26.02.2020

WMS-Dienst

nein

Open Data

nein

Verantwortung für die Daten

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)
Leibnizstr. 10
45659 Recklinghausen

Ansprechpartner

LANUV NRW
Abteilung 2: Naturschutz, Landschaftspflege und Fischereiökologie
eMail: Abteilung2@lanuv.nrw.de

Weiterführende Informationen

Erlass für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen und Hinweise für die Zielsetzung und Anwendung (Windenergie-Erlass) vom 04.11.2015

LANUV-Fachbericht 40: Potenzialstudie Erneuerbare Energien NRW, Teil 1: Windenergie, 2012